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Inhaltsverzeichnis

Wahrnehmung

Aufgrund unterschiedlicher Einstellungen, Erfahrungen und Erwartungen nehmen Menschen die gleichen Dinge unterschiedlich wahr. Kaffeetassenbeispiel: Für A, der vor der Tasse sitzt zeigt der Henkel nach rechts; B ihm gegenüber sieht den Henkel links; C der vom Henkel abgewandten Seite sieht gar keinen Henkel und D diesem wiederum gegenüber sieht den Henkel von vorn. Alle Aussagen der vier Personen sind wahr, einigen könnten sich die vier Parteien in dem Punkt, dass der Henkel nach Osten zeigt, dann wären alle Sichtweisen berücksichtigt. Die Haltung des Mediators zu den unterschiedlichen Wahrheiten der Parteien ist die, diese nebeneinander stehen zu lassen.Oft mündet die Wahrnehmung der Parteien in Interpretationen bezüglich des Verhaltens der anderen Partei. Es ist dann die Aufgabe des Mediators die Interpretation wieder auf die Wahrnehmung zu reduzieren; auf diese Weise wird den interpretierten Aussagen die Schärfe bzw. Spitze genommen und die andere Partei hat auch das Gefühl verstanden zu werden.

Wahrnehmungs-Konflikte

Der selbe Sachverhalt wird von unterschiedlichen Personen gegensätzlich wahrgenommen, z.B. schildern bei einem Banküberfall die verschiedene Zeugen das Fluchtauto einmal als blau, andere als braun.

WATNA

Worst alternative to negotiated agreement = schlechteste Alternative zu einer ausgehandelten Einigung markiert das untere Ende des bisherigen Lösungsrahmens ohne Mediation. Der Begriff stammt aus dem Harvardkonzept.

Wertschöpfungspotential

Durch die Erforschung der Interessen und der Förderung des gegenseitigen Verständnisses in der Mediation lassen sich Einigungsoptionen entwickeln, die Vorteile für alle Beteiligten bieten und somit "Wert schöpfen". Je mehr es gelingt das kreative Potential aller Beteiligter freizusetzen, je höher ist der Vorteil für alle Beteiligten und somit das Wertschöpfungspotential ausgenutzt.

Win / Win - Lösungen

Durch interessenorientiertes Verhandlen erweitert sich der Lösungsraum in der Mediation. Es entstehen Einigungsoptionen, die für alle Beteiligten Vorteile bieten.

Wise-man-procedure

Eine Methode bei der anerkannte und erfahrene Mitglieder, insbesondere Angestellte der gegnerischen Parteien aufgefordert werden, sich erstmals in den Sachverhalt einzuarbeiten, um eine Lösung des Konfiktes zu entwickeln.

Wutarten

Wut ist sinnvoll, sie ist Energie, mit Wut soll etwas durchgesetzt werden. In der Mediation geht es darum die Dynamik der Wut zu nutzen um zu sinnvollen Lösungen zu kommen

eigennützige Wut

Wenn ich ein bestimmtes Ziel erreichen will; hinter der Wut werden Wünsche geäußert.

emanzipatorische Wut

Entsteht, wenn wir uns im Umfeld eingeengt fühlen.

schützende Wut

Dahinter verbirgt sich Traurigkeit, Enttäuschung oder Einsamkeit.
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