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Inhaltsverzeichnis

VEE

Verbalisieren emotionaler Erlebnisinhalte Der Mediator spricht indirekt ausgedrückte Gefühle einer Partei an, um sie der Partei stärker bewußt zu machen. Durch das Ansprechen und die Akzeptanz des Gefühls seitens des Mediators fühlt sich die Partei endlich verstanden, die Blockade durch das unterschwellig vorhandene aber nicht ausgedrückte Gefühl wird aufgehoben, und erst dann ist es der Partei möglich, ihre Gedanken und ihre Aufmerksamkeit wieder auf neue Dinge zu richten.

Verantwortungsdiffusion

entsteht in größeren formalen Arbeitsgruppen. Je größer die Gruppe, um so weniger fühlt sich der Einzelne persönlich verantwortlich, und vermutet, daß irgendeiner in der Gruppe sich des Problems schon annehmen wird. Gruppen haben auch die Tendenz dem erstbesten Vorschlag zuzustimmen. Siehe auch "non-helping-bystander-Effekt"


Verhandlungs-Judo

Diese "Sportart" hat zum Ziel, das Augenmerk wieder auf das Sachproblem zu richten. Dabei soll man die Angriffe der Gegenseite unerwidert ins Leere laufen lassen und ihnen ausweichen, anstatt auf sie zu reagieren. Ähnlich wie beim Judo geht es hier darum, wendig zu sein, auszuweichen und einen direkten, unmittelbaren Kräfteaustausch zu vermeiden, nach dem Motto: "der Klügere weicht aus". Stattdessen sollte man eher versuchen, die negative Energie umzuwandeln, die Interessen des Gegners herauszufinden, den Konflikt wieder auf die Sachebenen zu ziehen und daraus z.B. Optionen zum beiderseitigen Vorteil zu entwickeln.Literatur:Disselkamp,Eyer,Rohde,Stoppkotte,(2004)

Verschiebungskonflikt

Häufig treten Konflikte in Organisationen nicht dort auf, wo sie entstanden sind. Durch komplexe Dynamiken in einer Organisation kann ein Konflikt beispielsweise auf der Teamebene manifest ausgetragen werden, obwohl er der Leitungsebene entstammt und dort zu lösen ist, also ein Verschiebungskonflikt aus der Leitungsebene darstellt.

Verteilungs-Konflikte

Die Konfliktparteien streiten um ihren Anteil an einem knappen Gut

Victim-Offender-Mediation

Ein durch einen Dritten unterstütztes Verfahrens mit der Zielsetzung eine Verständigung zwischen Tätern und Opfern von Straftaten zu erreichen. Siehe auch Täter-Opfer-Ausgleich.

Visualisieren

Visualisieren heißt, alle Kernpunkte einer Diskussion in Stichworten auf Plakaten (Flip-Chart, Pinnwand, Mindmapping oder ähnliche Medien) für alle Beteiligten sichtbar zu machen. Professionelle Visualisierung ist ein wichtiges "Handwerkszeug" des Mediators für eine konstruktive Prozessführung, denn sie

  • schafft Klarheit
  • konzentriert die Verhandlungen auf den „roten Faden“
  • lenkt die Aufmerksamkeit der Beteiligten auf die Sache hin,
  • macht komplexe Themen übersichtlich,
  • schafft Gleichberechtigung,
  • verbessert die Gruppendynamik und
  • hilft Entscheidungen zu entwickeln.

(rb) Literatur: Visualisieren Präsentieren Moderieren,

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