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Inhaltsverzeichnis

SAFER-Gespräche

Das Modell des SAFER-Gesprächs ist von Everly und Mitchell entwickelt worden. Das Akronym SAFER steht für die einzelnen Stufen, nach denen dieses Gespräch strukturiert wird: stabilization, acknowledgement, facilitation, encouragement, restoration. Ein SAFER-Gespräch dauert in der Regel 15-30 Minuten. Eine Intervention im Sinne eines SAFER-Gesprächs ist angezeigt, wenn der Betroffene Anzeichen einer akuten psychischen Überforderung aufweist.z.B.Apathie, hektische Betriebsamkeit, plötzliche Aggression oder Ähnliches.


Selektive Wahrnehmung

Die Wahrnehmung eines Menschen nimmt die ganze Wirklichkeit auf. Sie wählt Ausschnitte unbewußt aus. Dies beruht auf einem grundlegenden Mechanismus des Gehirns, das unbewußt bestimmte, bekannte Muster sucht, um neue Informationen in bereits vorhandene Informationen besser eingliedern zu können. Diese "Brille" eines Menschen entsteht insbesondere aus seinen Erlebnissen und Erfahrungen.

Schiedsschlichtung

Bei der Schiedsschlichtung (auch als Med-Arb-Verfahren bekannt) wird zunächst eine Mediation mit den Parteien versucht. Scheitert diese so geht das Verfahren in ein Scbiedsverfahren über.

Service-Delivery-Projekt

Ist eine der nach Breidenbach fünf prägenden Grundausrichtungen in der Mediation, deren Zielvorstellung über den (in der Sache erzielten) Inhalt des den Konflikt abschließenden Vergleichs hinausgeht. Die Zielvorstellung beim Service-Delivery-Projekt ist, dass ein durch die Mediation erreichter Vergleich gegenüber einem bei Gericht erzielten Urteil die bessere Beendigungsform ist. Die weiteren Grundausrichtungen sind: Reconciliation-Projekt, Social-Transformation-Projekt, Individual-Autonomy-Projekt, Access-To-Justice-Projekt

Shuttle-Mediation

Eine Methode der Mediation, bei der Mediator zwischen den Konfliktgegnern pendelt.


Smartsettle

Smartsettle hilft den Beteiligten, ihre Präferenzen bezüglich verschiedener Lösungsoptionen und -pakete in kardinale Nutzenpunkte zu überführen. Dabei erfährt die jeweils andere Seite nicht, welche Punkte der Beteiligte vergibt: Auf diese Weise lassen sich strategische Barrieren abbauen.Durch die Abbildung der individuellen Pfräferenzstrukturen kann das System den Gesamtnutzen für jedes beliebig zusammengestzte Lösungspaket errechnen. Dies ermöglicht es den Parteien, ohne großen Zeitaufwand beliebig viele Lösungspakete durchzuspielen und zu vergleichen. Es hilft ihnen bei sehr vielen komplexen Konflikten mit vielen Konfliktgegenständen und Lösungsoptionen den Überblick zu behalten. Überdies kann das Programm auf der Basis dieser Daten selbst optimale Lösungspakete erarbeiten und vorschlagen.www.smartsettle.com

Social-Transformation-Projekt

Ist eine der nach Breidenbach fünf prägenden Grundausrichtungen in der Mediation, deren Zielvorstellung über den (in der Sache erzielten) Inhalt des den Konflikt abschließenden Vergleichs hinausgeht. Die Zielvorstellung des Social-Transformation-Projekt ist, durch Mediation soziale Veränderungen in Gang zu setzen. Die Behandlung des individuellen Konflikts soll auf einer anderen, gesellschaftlichen Ebene zu Veränderung führen.Die vier anderen prägenden Grundausrichtungen heißen: Reconciliation-Projekt,Service-Delivery-Projekt, Individual-Autonomy-Projekt, Access-To-Justice-Projekt.

Spiegelphänomen

Eine Gruppe, die eine Situation zB in einer Organisation untersucht, wiederholt häufig in Ihrem Verhältnis zu Ihrem Berater die untersuchte Situation in emotionaler Hinsicht oder durch sonstige Reaktionen. Dabei können alle Rollen der untersuchten Situation gespiegelt werden. Die Ursache liegt in der Weitergabe der Prägung des Beraters in seinem unbewußten Selbst aus seinem Kontakt zur Organisation in den Gruppenkontakt. In der Gruppe kann dadurch eine Auseinandersetzung entstehen, die Konflikte abbildet, die in der Beratungssituation uU unbemerkt abgelaufen sind. Solche Phänomene treten auch in anderen Bereichen auf zB in der Chaostheorie,

Supervision

Übersetzung: Kontrolle, Überwachung, Aufsicht In den 20er Jahren diente Supervision der innerbetrieblichen Überwachung, mit dem Ziel, einen reibungslosen Betriebsablauf zu ermöglichen. Innerbetriebliche Konflikte sollten frühzeitig erkannt und aus dem Weg geschafft werden. Später bekam die Supervision Bedeutung in psychologischen und klinischen Situationen, in der therapeutischen Ausbildung und in pädagogischen Berufen, also in allen Bereichen, in denen jemand mit Menschen psychologisch arbeitet. Dabei ist das Ziel, dass der Supervisant(derjenige, der sich der Supervision unterzieht) seine eigenen "blinden Flecken", die Ihn im Umgang mit Menschen hindern, erkennt. Es ist die fallweise Überwachung, um die persönliche Kompetenz zu erhalten. Sie wird zur Selbsterfahrung, wie der Supervisand mit eigenen Konflikten umgeht. Insbesondere, wie sich das Verhalten anderer auf Ihn auswirkt. (Gegenübertragung)

Systemdesign

Emanzipatorischer Ansatz im Bereich Organisationsentwicklung: In einer Organisation werden unter Beteiligung der Betroffenen neue Strukturen, Kompetenzen und Verfahren entwickelt, um Konflikt konstruktiv zu lösen. Lit: Ury, W.L. et al (1991): Konfliktmanagment

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