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Inhaltsverzeichnis

Rapport

Begriff der Kommunikationswissenschaft und beinhaltet das Prinzip der Synchronisation. Es bedeutet, dass zwei oder mehrere Menschen, die über längere Zeit das selbe tun, sich immer näher kommen und immer mehr Vertrauen zwischen den Beteiligten entsteht. Dabei ist es wichtig, dass die Kommunikatoren die Fähigkeit haben, ihr Weltbild im Kopf zu verlassen und Schritte im Weltbild des anderen zu tun. Technisch heißt dies: "to go second position"

Rationalitätenfalle

Differenz zwischen der Individualrationalität ( Individuum, Familie, Unternehmen, Staaten) und der konkurrierenden Kollektivrationalität zB beim Brand im Kino.... ist Flucht des Einzelnen sinnvoll, wenn aber alle fliehen, kommt es zur Massenpanik, dann wäre eine geordnete Räumung besser ....oder Sparen des einzelnen ist uU sinnvoll. Wenn alle sparen, kann es wie 1929 zu einer Weltwirtschaftskrise kommen.

Rassen-Konflikte

Unterschiedlichen Bewertung, Normierung, Abstufung verschiedener Rassen in Kategorien wie gleichwertig-ungleichwertig-minderwertig

Reaktanz

Im eigentlichen Sinne handelt es sich dabei um die Haltung, die einer Abwehrreaktion zugrundeliegt, die als Widerstand gegen eine äussere Einschränkung durch psychischen Druck oder Einschränkung von Freiheitsgraden aufgefaßt werden kann. Typisch ist, dass die verbotene Handlung weiter ausgeführt wird und die eliminierten Freiheitsgrade aufgewertet werden.

Reaktive Abwertung

Ein Vorschlag wird nach der Person des Vorschlagenden und nicht nach seinem Inhalt beurteilt. Ein eigener gleichlautender Vorschlag wird abgelehnt, wenn er identisch von der Gegenseite kommt. Verstärkt durch die überoptimistische Selbsteinschätzung muß die Gegenseite ja Unrecht haben, Ihr Vorschlag muß also schlecht sein. Dieses Einigungshindernis kann dadurch seine Wirkung verlieren, daß ein Vorschlag von einem Dritten kommt oder gleichzeitig als positiver Vorschlag der Gegenseite oder als gemeinsamer Vorschlag gestaltet wird.

Recht

Mediation ist außergerichtliche Konfliktbeilegung. Deshalb hat auch das Recht eine andere Rolle. Das Recht findet hier keine Anwendung, sondern Verwendung. Das Recht in der Mediation ist weniger Maßstab für die Entscheidung, als vielmehr Beratungsinstanz und Fairnesskontrolle. Ebenso ist das Recht für die abschließende Vertragsgestaltung – sofern die Thematik es erfordert – zuständig. Ihm vorgeordnet sind die Anliegen und Interessen der Konfliktparteien. Das Recht ist ihnen gegenüber Begleitinstrument und hat unterstützenden, keinen führenden Charakter.

Reconciliation-Projekt

Ist eine der nach Breidenbach fünf prägenden Grundausrichtungen in der Mediation, deren Zielvorstellung über den (in der Sache erzielten) Inhalt des den Konflikt abschließenden Vergleichs hinausgeht. Die Zielvorstellung des Reconciliation-Projektes beinhaltet die Versöhnung. Hier gibt es jedoch kein einheitliches Bild. Die Positionen reichen von der ultimativen, religiös inspirierten Versöhnung bis zur bloßen Respektierung des Standpunktes der anderen Seite.Die weiteren vier Ausrichtungen : Social-Transformation-Projekt, Service-Delivery-Projekt, Individual-Autonomy-Projekt ,Access-To-Justice-Projekt

Reflecting team

Zwei Systeme (Ratsuchende und Beobachtende) begeben sich in einen gmeinsamen Prozess gerichteter und ungerichteter Kommunikation. Ein System wird bei der gerichteten Kommunikation, dem Beratungsgespräch beobachtet. Später führen die Beobachter über dieses Beratungsgespräch im Beisein der Beobachteten ein Gespräch untereinander auf einer Metaebene (ungerichtete Kommunikation). Diese Methode aus der systemischen Therapie dient dazu, den Freiraum für Lösungsmöglichkeiten dadurch zu erweitern, daß die Integrität der Ratsuchenden gewahrt bleibt und dadurch die Annahme der Vorschäge der Beobachtenden erleichtert wird.

Reflexionskompetenz

Erfahrungsorientiertes Lernen mit einer permanenten Reflexion der eigenen Wahrnehmung.

reframing

Vorwürfe werden umformuliert; DU-Botschaften und Angriffe werden in positive Absichten, Wünsche und Ziele übersetzt. Andere Bezeichnung: translaten oder neutralisieren.

regressive Bedürfnisse

Es handelt sich hier um eher kindliche Wünsche nach Geborgensein, Schutz, Behütet sein, Liebe, Zärtlichkeit u.ä. im Gegensatz zu progressiven Bedürfnissen. Beides sind komplementäre Verhaltensweisen eines gesunden Menschen.

Ressourcen

bedeutet übersetzt: Hilfsmittel, Reserven, Geldmittel, natürliche Produktionsmittel(Rohstoffe) für die Wirtschaft. In der Betriebswirtschaftslehre wird der Begriff mit allen Bereichen in Organisationen in Verbindung gebracht. Ressourcen beziehen sich auf die sieben Variablen: die Struktur, die Strategie, die Menschen, der Führungsstil, die Systeme und Verfahren, die Leitmotive und das Wertsystem(d.h. die Firmenkultur) sowie die vorhandenen und angestrebten Stärken oder Spezialkenntnisse des Unternehmens.

risky-shift-Phänomen

Personen in Gruppen treffen wesentlich riskantere Entscheidungen, als sie dies als Einzelpersonen tun würden.

Rollen-Konflikte

Verschiedene gegensätzliche z.B. berufliche Vorgaben und Verhaltensweisen prallen in einer Person aufeinander

'Persönliche Werkzeuge
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