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Inhaltsverzeichnis

Ich-Botschaften

Mitteilung der eigenen Wahrnehmung, der eigenen Meinung, des eigenen Gefühls, als Reaktion auf eine Tatsache. Sie beinhaltet keine Bewertung, keinen Vorwurf. Sie kann auch positiven Inhalt haben. Lit: Familienkonferenz, Gewaltfreie Kommunikation, Miteinander Reden,

Identitäts-Konflikte

Ein typischer innerer Konflikt. Bestimmte Anforderungen an eine Person sind nicht mit deren Selbstverständnis und Selbstbild vereinbar

Institutional Overlap

Dieser Begriff nach I.Landsberg bezeichnet die institutionelle Überschneidung der Rollensysteme Familie und Unternehmen im Familienunternehmen. In beiden Rollensystemen haben sich unterschiedliche Werte, Normen, Prinzipien und Verhaltensregeln entwickelt, die zu problematischen Überschneidungen und damit zu intrapersonellen und interpersonellen Konflikten führen. Lit: Die Familie des Familienunternehmens, Mehr-Generationen-Familienunternehmen

Integratives Verhandeln

Das Nullsummenspiel wird verlassen. Wertschöpfung in einer Mediation erfolgt dadurch, dass die Interessen der Beteiligtenintegriert, dass sie miteinander verzahnt werden.Es ist bei Verhandlungen genau der Punkt auf der Paretokurve Pareto-effizienz, bei dem die Verbesserung einer Seite nicht mehr zur Verschlechterung der anderen Seite führt.

Interaktionsdynamik

Die Parteien rutschen immer wieder in ihr altes Verhaltensmuster , das sie aus der Vergangenheit gewohnt sind, zurück.

Interaktions-Konflikte

Eine Störung des Machtgleichgewichts verursacht eine Zunahme an Eskalation, die sich in regelmäßigen Aktionen ausdrückt, z.B. Wettrüsten

Interdisziplinarität

Darunter versteht man das Zusammenwirken verschiedener Professionen. In der Mediation ermöglicht eine konfliktspezifische Auswahl und Kooperation von verschiedenen Fachleuten (Jurist, Steuerberater, Psychologe, Unternehmensberater ua.) die größten Chancen zur Konfliktlösung bzw. die beste Qualität des Verfahrens. Voraussetzung ist dafür jedoch umso mehr eine professionelle, zielorienitierte Prozessführung (Moderation) und mediationsgerechte Rollenteilung. Siehe auch Comediation.

Interessen

Interessen sind Wünsche, Motive, Bedürfnisse, Sorgen, Ängste und Befürchtungen, die hinter einer bestimmten Position(s.dort) stecken. Sie sind die nicht beobachtbaren Aspekte eines Konflikts. Das Herausfinden der Interessen der Beteiligten hat in der Mediation einen zentralen Stellenwert. Bei den Interessen wird immer nach dem "Warum will das die Partei?" gefragt. Die Frage nach den Interessen ist ein Schritt in Richtung einer "Entrechtlichung" der Auseinandersetzung. Zur Befriedigung der Interessen gibt es immer mehrere Lösungen. Einige Beispiele für Interessen: Liquiditätssicherung, Gesicht bzw. Ruf wahren, Zeitersparnis, Respektieren der eigenen Person, Information, Zuhören, Kooperation, Ruhe, Kontinuität, Verlässlichkeit, Dankbarkeit, Kontakt, Vertrauen, Würdigung, Anerkennung, Fairness, Sicherheit. Lit: Harvard-Konzept|Harvard-Konzept,

Intervision

wird auch Covision oder kollegiale Fallbearbeitung genannt. Hierbei suchen Berufskollegen unter wechselnder Leitung nach einer Lösung für ein konkretes Problem. Covisionsregeln

Interpersoneller Konflikte

Im Gegensatz zu inneren Konflikte besteht hier der Konflikt zwischen mindestens zwei Personen.

Innere Konflikte oder intrapersonelle Konflikte

Konflikte zwischen unterschiedlichen gegensätzlichen Wünschen und Antrieben einer Person

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