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Inhaltsverzeichnis

Deal Mediation

Dabei unterstützt der Deal Mediator die Parteien beim Abschluss von Verträgen. Er benutzt von Beginn der Vertragsverhandlungen an Mediationstechniken, die bei der Gestaltung möglichst dauerhafter Beziehungen helfen.

Deeskalation

Das Gegenteil von "Eskalation". Ständige Aufgabe des Mediators ist es, auftretende Eskalationen und eine Beschleunigung des Konflikts zu beruhigen und zu verlangsamen um die Konfliktpartner auf eine gemeinsame Gesprächsebene zu bringen. Er nutzt dazu verschiedene mediative Gesprächstechniken.

Dialog

Dialog oder two-way-communication beinhaltet ein miteinander Sprechen, in dem Sprechen und Zuhören darauf ausgerichtet sind, Gesprächsstörungen auszuschalten. Methoden sind z.B. das aktive Zuhören.

Dilemma

Eine Person, die sich zwischen zwei gleich schwierigen oder unangenehmen Möglichkeiten entscheiden soll, befindet sich in einem Dilemma. Siehe auch:Gefangenendilemma

Dissonanzvermeidung

Dabei wird davon ausgegangen, dass für unser Gehirn die Herstellung von Kohärenz ein grundlegendes Prinzip darstellt. Neuronale Netze und insbesondere unser Gehirn sind extrem neugierig.Wir bemerken dies daran, dass unsere Aufmerksamkeit immer dahin wandert, wo wir Veränderung und Neues wahrnehmen.Gleichzeitig muß unser Gehirn aus der Flut der Reize, die über die Sinnesorgane wahrgenommen werden, eine kohärente Vorstellung von der Welt konstruieren.Dies ist oftmals nicht konfliktfrei möglich.Reizwahrnehmungen können einander widersprechen. Unserem Gehirn stehen verschiedene Strategien zur Kohärenzherstellung zur Verfügung.Läßt sich Kohärenz nicht herstellen, reagiert der Körper mit Unruhe, Adrenalinausstoß, Angstgefühlen, Aggressionen, Fluchttendenzen usw.Daraus abgeleitet ergibt sich folgender Konfliktbegriff:Ein Konflikt ist die Wahrnehmung einer Dissonanz, die die Kohärenz der individuellen kognitiven Konstruktion von Wirklichkeit gefährdet und die einer Aktivität zur Wiederherstellung von Kohärenz bedarf.Gerade das ausgewogene Verhältnis von Neugierde und Kohärenzerzeugung ist entscheidend. Gelangt zu viele neue Information in das System, so kann Chaos die Folge sein. Wird aufgrund einer zu starken Kohärenzerzeugung bzw.Dissonanzvermeidung alles Neue, Andersartige ausgeblendet, so verharrt das System in den bestehenden Mustern und kann sich nicht weiterentwickeln.

Distanz-Konflikte

Unterschiedlichen Distanzbedürfnisse der Partner führen zu Distanz-Nähe-Konflikte

Dominanz

In der Spieltheorie ist eine dominante Strategie, wenn ein Spielzug ungeachtet! der gegnerischen Antwort stets zu einem besseren Ergebnis als jeder andere Spielzug führt.

Doppeln

Der Mediator fragt von seiner Position aus den Medianten, ob er an seiner Stelle etwas zur anderen Partei sagen darf, mit der Aufforderung an den Medianten den Inhalt zu bestätigen. Nach Erlaubnis tritt er an die Seite des befragten Medianten, begibt sich in eine hockende Position und spricht den Konfliktpartner mit einer Ich-Aussage an. Er fragt dabei den Medianten, also die Person die gedoppelt wird, ob die Aussage so richtig ist. Gegebenenfalls wird nachgebessert. Danach geht der Mediator auf seinen Platz zurück, und fragt von diesem Platz aus den Konfliktpartner nach seiner Reaktion. Es kann eine Erleichterung, Verlangsamung, Klärung des Prozesses erreicht werden. Die gedoppelte Aussage wird so verfaßt, daß der Gedoppelte sie noch erkennt und der Andere sie versteht. Notwendige Gefühle können so integriert werden. Projektionen rückgängig gemacht werden. Wichtig sind kurze Sätze, gleichgewichtiges Doppeln und nicht zu häufige Anwendung dieser Methode.

double-bind

Doppelbindung ;auch inkongruente Nachrichten genannt. Der Sender einer Nachricht schafft durch wiedersprüchliche Handlungsaufforderungen eine verrücktmachende Doppelbindung. z.B.Der Sender sagt mit leidendem Gesicht: "es ist alles in Ordnung". Dahinter verbergen sich zwei widersprüchliche Nachrichten: "Lass mich in Ruh!" und "Kümmere dich um mich".

Dyade

Gruppe aus zwei Personen, Paar

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